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WNA April 2015

www.wirtschaft-neckar-alb.de Foto:BachoFoto-Fotolia.com IT-Sicherheit bei kleinen Unternehmen Finger weg von WhatsApp! Das Tagesgeschäft ist oft turbu- lent, da vergisst der ein oder an- dere schon mal ein Update oder klickt eine Warnmeldung weg. Genau diese Unachtsamkeit kann böse Folgen haben. Momentan sind sie wieder verstärkt un- terwegs, E-Mails, die sich als Post von DHL,UPS,VodafoneoderTelekomaus- geben. Wer den Anhang öffnet oder auf den Link in einer solchen E-Mail klickt, ist bereits in die Falle getappt und holt sich Schadsoftware innerhalb weniger SekundenaufdenComputer.„Diesoge- nannten Phishing-Mails werden immer professioneller gemacht“, sagt Thomas Ströbele, Geschäftsführer der Hechin- ger yourIT GmbH. „Waren es anfangs Mails mit schlechtem Deutsch, sind es heute Nachrichten, die zum Teil sogar den korrekten Kundennamen beinhal- ten.“ So schöpft man als Nutzer erstmal keinen Verdacht – kann ja gut sein, dass DHL tatsächlich ein Päckchen irgendwo abgegeben hat. Thomas Ströbele hält es aus diesem Grund für sehr wichtig, die Mitarbeiter regelmäßig zu schulen. Wer nicht nur die Risiken des Internets kennt, sondern die aktuellen Gefahren, kann sich erfolgreicher schützen. Kleine Betriebe müssen daher das Thema Si- cherheit verstärkt in den Fokus nehmen und behalten. Das Argument, es seien nurdiegroßenUnternehmenfürCyber- Kriminelle interessant, zieht nicht mehr. Bei der VDI-Pressekonferenz auf der CeBIT 2015 erklärte Olaf Mischkovsky vom Softwareunternehmen Symantec, dass im Januar 2015 mehr als ein Drittel aller gezielten Angriffe auf Firmen mit 1 bis 250 Mitarbeitern gerichtet war. Was ist mit der Cloud? Auch Werner Theis, Geschäftsführer der SystAG Systemhaus GmbH in Met- zingen, rät dazu, die Gefahren nicht zu unterschätzen. Sein Credo für kleine Be- triebe: Schauen, mit welchen Daten man arbeitet, wie sensibel die Informationen sind und dann entscheiden, wo man sie speichert. „Allgemeine Informationen, die keinen besonderen Schutz genießen müssen, kann man ruhig in die Cloud legen“, sagt Theis. Man sollte Anbieter wählen, die sich dem „Deutschland- LAN“-Konzept verschrieben haben. Ein Erfinder etwa sollte seine wichtigen Da- ten aber lokal speichern. „Es bietet sich sogar an, einen Computer komplett off- line einzusetzen.“ Auf diesem Rechner lagern die Daten sicher geschützt vor Cyber-Attacken. Muss man ein Doku- ment verschicken, zieht man die Datei auf einen USB-Stick und verschickt sie dann von einem anderen Computer, der Online-Zugang hat. Wichtige Do- kumente werden vor dem Versand ver- schlüsselt und mit Passwort geschützt. Ohne aktuelle Antivirensoftware sollte auch ein Offline-Computer nicht betrie- ben werden. Smartphones und Apps Viele kleine Betriebe möchten auf den Komfort von Smartphones nicht ver- zichten. Werner Theis warnt: „Apps wie WhatsApp, Facebook und Twitter ha- ben auf dem geschäftlichen Smartphone nichts verloren!“ Diese Apps übertragen das komplette Adressbuch des Nutzers auf Server der amerikanischen Firmen – auch die darin gespeicherten Kontakt- daten von Geschäftspartnern und Kun- den. Was danach mit diesen Daten pas- siert, hat der Unternehmer nicht mehr in der Hand.

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