Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA April 2015

10 www.wirtschaft-neckar-alb.de | Aktuelles NichterstseitdemBerlinerFlughafenist bekannt: Wer baut, braucht verlässliche Planer, viel Zaster und, vor allem, gute Nerven und das nötige Stehvermögen. Gerade im geförderten Kulturbereich sind Langzeitprojekte keine Seltenheit. Das Tübinger Kulturzentrum Sudhaus will seit vierzehn Jahren seinen Kon- zertsaal vergrößern (Kosten: etwa 4,4 Millionen Euro, das Land beteiligt sich mit 1,5 Millionen). Derzeit hadern Stadt und Sudhaus noch mit einem zusätzlich zu bauenden Parkhaus, das vom Regie- rungspräsidium (nach Beschwerden der Anwohner) inzwischen als Auflage vor- geschrieben wurde. Ende offen. In Reutlingen sind seit dieser Erweite- rungsdebattedasKulturzentrumfranz.K und die Stadthalle entstanden. Das The- ater Tonne musste dennoch neun Jahre warten, bis der Gemeinderat vor ein paar Wochen die neue Theaterstätte auf dem Listhallen-Gelände abseg- nete (Kosten: 8,4 Millionen Euro). 2006 stimmten die Bürger mit Zweidrittelmehrheit für eine neue Kulturkonzeption ab. Der Thea- terbau ist ein Baustein davon. Und hat vorab einige Änderungen erfahren: Aus einer ursprünglichen zweiten Spielstätte wurde die Erweiterung der Planie bis hin zur heutigen Variante. Zum ver- gleich: Die Modernisierung der Planie lag bei zwei Millionen Euro, dafür gibt es nun mehr Platz. Im November 2017 soll das neue Theater eröffnet werden. Im selben Zeitraum läuft die Betriebs- erlaubnis für die Planie aus. Ob sich die Pläne bis dahin noch ändern, neue Kosten hinzukommen oder der Baube- ginn verschiebt, weiß freilich keiner. Ein Parkhaus gibt es immerhin schon. Und wieder zurück nach Tübingen: Dort wird seit Herbst 2013 die Kunsthalle saniert (Kosten: 3,1 Milli- onen Euro, knapp die Hälfte läuft als Spende). Seit letzten September ruht die Sanierung. Nicht, weil das Geld fehlt. Es wurde festgestellt, dass ein Anbau (neues Depot, neuer Ausstellungsraum) erforderlich ist. Hintergrund ist auch das verlockende Angebot der Stifterfa- milie ihre Sammlung als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen und die damit verbundene unzureichende Lagerkapa- zität (das Depot wurde seit 44 Jahren nicht erweitert). Die für den Anbau nötigen 1,2 Millionen Euro wollen die Stifterfamilie Zundel und die Stiftung selbst tragen. Laut der kaufmännischen Geschäftsführerin Gerlinde Engelhardt ist der Betrag „gedeckelt“: „Wir bauen nicht und schauen dann, was es kostet“. Bis zum Spatenstich dürfen Tübinger Künstler die Kunsthalle in- terimsweise für Ausstellungen nutzen. Die Halle selbst soll 2017 wie- der ihre Tore öffnen. Kultur im Bau Schälen und schauen Kultur bewegt. Wenn sie sich selbst bewegt, mehr Platz braucht, fan- gen die Diskussionen an: Was kostet das am Ende? Ein schneller Blick auf Bauprojekte in Reutlingen und Tübingen. Foto:KatrinaBrown-Fotolia.com Anzeige___ Beilagenhinweis Dieser Ausgabe bzw. Teilausgabe liegen Prospekte folgender Firmen bei: u Engelbert Strauss GmbH Bibergmünd u Wortmann AG IT Made in Germany Wir bitten um besondere Beachtung dieser Beilagen!

Übersicht