Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA_10-13

www.wirtschaft-neckar-alb.de 76 | Bekanntmachungen § 10 Zulassung von Absolventen schulischer und sonstiger Bildungsgänge Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen (§ 43 Abs. 2 BBiG), (1) wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Berufsbil- dungseinrichtung ausgebildet worden ist, wenn dieser Bildungsgang der Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf ent- spricht. Ein Bildungsgang entspricht der Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, wenn er a) nach Inhalt, Anforderung und zeitlichem Umfang der jeweiligen Ausbildungsordnung gleichwertig ist, b) systematisch, insbesondere im Rahmen einer sachlichen und zeitlichen Gliederung durchgeführt wird und c) durch Lernortkooperation einen angemessenen Anteil an fach- praktischer Ausbildung gewährleistet. (2) wer einen Bildungsgang absolvierthat, welcher nach der Rechtsverord- nung eines Landes die Voraussetzungen nach Nummer 1 erfüllt. § 11 Zulassungsvoraussetzungen in besonderen Fällen (1) Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der Be- rufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zu- gelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs. 1 BBiG). (2) Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vor- geschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Als Zeiten der Berufstätigkeit gelten auch Ausbil- dungszeiten in einem anderen, einschlägigen Ausbildungsberuf. Vom Nachweis der Mindestzeit nach Satz 1 kann ganz oder teilweise abge- sehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Bewerber oder die Bewerberin die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen (§ 45 Abs. 2 BBiG). (3) Soldaten oder Soldatinnen auf Zeit und ehemalige Soldaten oder Sol- datinnen sind nach Absatz 2 Satz 3 zur Abschlussprüfung zuzulassen, wenn das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm be- stimmteStelle bescheinigt, dassder Bewerber oder die Bewerberin be- rufliche Fertigkeiten, Kenntnisse undFähigkeiten erworben hat, welche die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen (§ 45 Abs. 3 BBiG). § 12 Zulassung zur Prüfung (1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist durch die Auszubildenden schriftlich nach den von der IHK Reutlingen bestimmten Fristen und Formularen zu stellen. Die Auszubildenden haben die Ausbildenden über die Antragstellung zu unterrichten. (2) In den Fällen der §§ 8 Abs. 3, 10 und 11 Abs. 2 und 3 ist der Antrag auf Zulassung zur Prüfung von den Prüfungsbewerbern einzureichen. (3) Örtlich zuständig für die Zulassung ist die IHK , in deren Bezirk 1. in den Fällen der §§ 8, 9 und 11 Abs. 1 die Ausbildungs- oder Umschulungsstätte liegt, 2. in den Fällen der §§ 10, 11 Abs. 2 und 3 der gewöhnliche Aufent- halt der Prüfungsbewerber liegt, 3. in den Fällen des § 1 Abs. 3 der gemeinsame Prüfungsausschuss errichtet worden ist. (4) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen: a) in den Fällen der §§ 8 Abs. 1 und Abs. 2, 9 Abs. 3 - Bescheinigung über die Teilnahme an vorgeschriebenen Zwischen- prüfungen oder am ersten Teil der Abschlussprüfung, - vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise, b) in den Fällen des § 9 Abs. 2 - vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise, c) im Fall des § 11 Abs. 1 - zusätzlich zu den Unterlagen nach a) oder b) das letzte Zeugnis oder eine aktuelle Leistungsbeurteilung der zuletzt besuchten be- rufsbildenden Schule, d) in den Fällen des § 10 - Bescheinigung über die Teilnahme an dem schulischen oder sons- tigen Bildungsgang und in den Fällen des § 10 Nr. 1 zusätzlich - Bescheinigung über die Teilnahme an der fachpraktischen Ausbil- dung im Rahmen des schulischen oder sonstigen Bildungsganges, e) in den Fällen des § 11 Abs. 2 Sätze 1 und 2 - Tätigkeitsnachweis und ggf. Nachweis der Dauer der Berufsausbil- dung in dem oder in einem anderen einschlägigen Ausbildungsbe- ruf und ggf. glaubhafte Darlegung über den Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit, f) in den Fällen des § 11 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 - glaubhafte Darlegung über den Erwerb der beruflichen Handlungs- fähigkeit oder Bescheinigung über den Erwerb der beruflichen Fer- tigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. (5) Für Wiederholungsprüfungen genügt die form- und fristgerechte An- meldung zur Prüfung. § 13 Entscheidung über die Zulassung (1) Über die Zulassung zur Abschluss- und Umschulungsprüfung entschei- det die IHK Reutlingen. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss (§ 46 Abs. 1 BBiG und § 62 Abs. 3 BBiG). (2) Sofern eine Umschulungsordnung (§ 58 BBiG) oder eine Umschu- lungsprüfungsregelung (§ 59 BBiG) der zuständigenStelle Zulassungs- voraussetzungen vorsieht, sind ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland zu berücksichtigen (§ 61 BBiG). (3) Die Entscheidung über dieZulassung istden Prüfungsbewerbern recht- zeitig unter Angabe des Prüfungstages und -ortes einschließlich der erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel schriftlich mitzuteilen. Die Entschei- dung über die Nichtzulassung istdem Prüfungsbewerber schriftlich mit Begründung bekannt zu geben. (4) Die Zulassung kann von der IHK Reutlingen im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss bis zur Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses wi- derrufen werden, wenn sie aufgrund von gefälschten Unterlagen oder falschen Angaben ausgesprochen wurde. Dritter Abschnitt: Durchführung der Prüfung § 14 Prüfungsgegenstand (1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die beruf- liche Handlungsfähigkeiterworben hat. In ihr sollder Prüfling nachwei- sen, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbil- dung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG). (2) Der Gegenstand der Umschulungsprüfung ergibt sich aus der jeweili- gen Umschulungsordnung oder Umschulungsprüfungsregelung der IHK Reutlingen (3) Sofern sich die Umschulungsordnung oder die Umschulungsprüfungs- regelung der IHKReutlingen aufdie Umschulung für einen anerkannten Ausbildungsberuf richtet, sind das Ausbildungsberufsbild, der Ausbil- dungsrahmenplan und die Prüfungsanforderungen zugrunde zu legen (§ 60 BBiG). (4) Die Prüfungssprache ist Deutsch soweit nicht die Ausbildungsord- nung, die Umschulungsordnung oder die -prüfungsregelung der IHK Reutlingen etwas anderes vorsieht § 15 Gliederung der Prüfung (1) Die Gliederung der Prüfung richtet sich nach der Ausbildungsordnung oder der Umschulungsordnung oder -prüfungsregelung der IHK Reut- lingen. (2) Soweit Fachliche Vorschriften (§ 104 BBiG) nichts anderes bestimmen, gliedert sich die Prüfung in eine Fertigkeits- und Kenntnisprüfung.

Pages