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WNA_10-13

Wirtschaft Neckar-Alb | Oktober 2013 7Aktuelles | Ein Hilfstransport mit augenärztli- chen OP-Instrumenten ist kürzlich wohlbehalten in Habiganj, Bangla- desch eingetroffen. Organisiert hatte ihn der „Verein der Freunde und För- derer des Gisela Hospitals in Habi- ganj“ aus Balingen. Mit Unterstützung von Medizinern, Krankenhäusern und Unternehmen konnte die Liefe- rung zusammengestellt werden. Die OP-Einrichtung stammt aus Kranken- häusern und Arztpraxen, die aufgelöst oder modernisiert wurden, zum Teil mussten neue augenärztliche Instru- mente angeschafft werden, die durch Spenden finanziert wurden. Hinter- grund: In der Region um Habiganj wohnen rund 600.000 Menschen, die keinen Zugang zu einem Augenarzt haben. Augenkrankheiten wie der Graue Star sind nach Angaben des Fördervereins dort weit verbreitet. Balingen für Bangladesch Voll gespendet 21 Millionen Euro haben heimische Hotelbetriebe seit dem Jahr 2010 in ihre Standorte investiert. Das hat der baden-württembergische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Rahmen einer Mitgliederbefragung herausgefunden. Über 50 Hotels und Gasthöfe aus der Region Neckar-Alb haben laut Verbandsangaben Geld für Modernisierung, Renovierung und Erweiterungen ausgegeben. Rund 150 Arbeitsplätze sind dabei entstanden, so der Dehoga. Die Investitionen seien möglich geworden, weil für die Ho- tellerie seit drei Jahren ein reduzierter Mehrwertsteuersatz gilt. Hotellerie in der Region Voll investiert Die Entwicklung der Brille war seine Diplom-Arbeit, von der seine Profes- sorin zunächst nichts wissen wollte. Mit viel Geduld beharrte Rudolf auf seinem Thema. Nach dem Abschluss zeichnete ihn das Bundeswirtschafts- ministerium als „Kultur- und Kreativ- piloten“ aus. Mit dieser bundesweiten Auszeichnung werden Menschen mit besonderen kreativen und kulturellen Ideen ausgezeichnet, die unternehme- risch starten möchten. Die Inhalte interessieren Die Brille ist eine umgebaute Skibril- le, in die Rudolf zwei Bildschirme und zwei Kameras eingebaut hat. Ihn inte- ressiert aber weniger die Technik oder die Software, sondern das Konzipieren von Erlebnissen. „Man muss einen Dinosaurier nicht nur modellieren und animieren, sondern vor allem ein durchdachtes Konzept für die Gege- benheiten entwickeln“, sagt er. „Die Er- schaffung von solchen Erlebnissen fas- ziniert mich.“ Momentan sucht er nach Kontakten aus der Wirtschaft, die mit ihm zusammen neue Welten erschaf- fen. Mehr Infos: www.nau-hau.com. Tüftler Benjamin Rudolf hält eine umgebau- te Skibrille in der Hand. Mit Hilfe dieses Prototyps kann die Realität erweitert wer- den. Unten: Brille in Aktion. Fotos: Privat Jetzt nicht pokern Der Wähler hat entschieden und die politischen Weichen für die kommen- den vier Jahre gestellt. Es gilt nun, den Wahlkampfmodus schnell hinter sich zu lassen und zügig eine arbeitsfähige Regierung zu bilden. Ein langwieriger Koalitionspoker muss aus meiner Sicht unbedingt vermieden werden: Europa und der Euro warten auf Signale aus Deutschland. Eine Hängepartie wäre zudem Gift für die Konjunktur. Was wir in den kommenden Wochen brauchen, ist ein wirtschaftsfreund- licher Kurs. Zusätzliche Belastungen für die heimischen Betriebe sind aus- zuschließen. Damit ist insbesondere auch eine neue Vermögensteuer oder eine verschärfte Erbschaftsteuer ge- meint. Sie schaden dem Mittelstand, weil sie die Substanz der Firmen an- greifen. Das muss auch jenen noch einmal klar werden, die jetzt um die Bildung einer Regierung ringen. Stattdessen müssen die großen Fra- gen auf den Tisch: Umsetzung der Energiewende oder Ertüchtigung der Infrastruktur. Hier sind Probleme lie- gengeblieben. Die neue Bundesregie- rung muss sie lösen, um den Standort Deutschland voranzubringen. Das hilft am Ende dem ganzen Land. Denn wir dürfen nicht vergessen: Deutschland geht es derzeit so gut, weil die Wirt- schaft so stark ist. Christian O. Erbe, Präsident der IHK Reutlingen

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