Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

WNA_10-13

Wirtschaft Neckar-Alb | Oktober 2013 49Innovation & Umwelt | Info & Praxis | Kleinere und mittlere Betriebe können einen öffentlich geförder- ten energieberater engagieren, der ihnen hilft, den Strom-, gas- und Ölverbrauch zu reduzieren. Der Einsatz des Beraters wird von der Förderbank KfW mit 80 Prozent geför- dert. Die IHK prüft die Anträge. Fir- men mit weniger als 250 Mitarbeitern und unter 50 Millionen Euro Umsatz, die nicht zu einem Konzern gehören, können das KfW-Programm „Ener- gieberatung Mittelstand“ in Anspruch energieberatung für den mittelstand fördermittel fürs energiesparen nehmen. Ein von der Förderbank ge- prüfter Energieberater kommt für zwei Tage in den Betrieb und nimmt die Verbräuche an Strom, Gas, Heizöl oder Fernwärme unter die Lupe. Das Unternehmen kostet der Einsatz des Energieberaters 320 Euro. Die KfW zahlt 1.280 Euro und damit 80 Prozent des Beraterhonorars. gut angelegtes geld „Die Firma bekommt Einsparvor- schläge, die sich oft schnell rechnen“, sagt IHK-Experte Dr. Albrecht Wal- cher. Trotz hoher Energiekosten haben viele Unternehmen nach wie vor nicht alle Möglichkeiten zum Sparen ausge- schöpft, so seine Erfahrung. Bei Hei- zung, Beleuchtung oder Dämmung, aber auch bei der Nutzung von Abwär- me in der Produktion gibt es Nach- holbedarf. „Die Energiepreise werden aller Voraussicht nach weiter steigen. Insofern sind die 320 Euro gut ange- legtes Geld“, sagt Albrecht Walcher. IHK prüft die Anträge Anträge können interessierte Firmen online auf der Webseite der Förder- bank KfW ausfüllen (http://tinyurl. com/e-beratung). Die unterschrie- benen Anträge müssen zur IHK ge- schickt werden, die als Regionalpart- ner der KfW die Prüfung übernimmt. Unternehmen, die in Sachen Ener- gie sehr viel Optimierungspotenzial haben, können übrigens noch eine Detailberatung anschließen. Hierbei kommt der Energieberater bis zu zehn Tage ins Unternehmen. Die KfW-För- derung beträgt 60 Prozent. IHK-SerVIce Dr. Albrecht Walcher, 07121/201-184, walcher@reutlingen.ihk.de Foto:GinaSanders-Fotolia.com IHK-energietisch Tübingen firmen machen ihre Hausaufgaben Nach einem Jahr Energietisch Tü- bingen ziehen die beteiligten Firmen Bilanz: 4,5 Prozent Strom und Brenn- stoffe ließen sich nach zwölf Mona- ten einsparen. Die CO2-Bilanz ist auch gut: 85 Tonnen weniger wurden emittiert. Der Energieberater Jochen Letsch kam in jeden Betrieb, um dort eine energetische Bestandsaufnahme zu machen. Die Firmen setzen sich das Ziel, vier Prozent ihres Energie- verbrauchs zu sparen und einen gro- ßen Teil der vom Energieberater vor- geschlagenen Maßnahmen im Laufe des Jahres umzusetzen. Mit Erfolg: Nach zwölf Monaten konnten von den 5.200 MWh Jahresenergiever- brauch 4,5 Prozent eingespart werden und „die Firmen damit ihre Haus- aufgaben erledigen“, sagt Dr. Martina von Ow-Wachendorf von der IHK. Die Idee vom Energietisch wird in Tübingen weitergehen. Die beteilig- ten Unternehmen wollen noch mehr Energie sparen. IHK-SerVIce Dr. Martina von Ow-Wachendorf, 07121/201-196, ow-wachendorf@ reutlingen.ihk.de

Pages