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WNA_10-13

Wirtschaft Neckar-Alb | Oktober 2013 33IHK-Report | Zum 1. Februar werden nationale überweisungen und Lastschriften in den 30 Ländern des Europäi- schen Wirtschaftsraums und der EU sowie der Schweiz und Monaco auf ein einheitliches verfahren umge- stellt. Firmen müssen sich anpas- sen. Noch einmal das Wichtigste. Im so genannten „Europäischen Zah- lungsverkehrsraum“, im Englischen „Single European Payment Area“ oder kurz SEPA, soll der grenzüberschrei- tende, bargeldlose Verkehr genauso rei- bungslos geschehen wie im Inland. Mit der Umstellung erhält jeder Kunde von seiner Bank eine europaweit standar- disierte Banknummer, die IBAN. Sie kann maximal 34 Stellen umfassen – in Deutschland besteht sie aus 22 Zeichen, unter anderem steckt die bisherige Bankleitzahl und die alte Kontonum- mer mit drin. Damit kann der Zah- lungsverkehr im gesamten Euroraum und den assoziierten Ländern über ein Konto abgewickelt werden. Zudem soll SEPA den grenzüberschreitenden Last- schrifteinzug ermöglichen und Über- weisungslaufzeiten verkürzen. Auch für das Inland gültig Oft wird SEPA nur mit dem grenzüber- schreitenden Zahlungsverkehr in Ver- bindung gebracht. Dabei sind Über- weisungen im Inland künftig auch nach SEPA-Standards zu handhaben. Stellen Unternehmen nicht rechtzeitig um, können Zahlungsflüsse zum Erliegen kommen: Rechnungen werden nicht beglichen, Gehälter nicht gezahlt und die Krankenkassen bekommen keine Beiträge mehr. Der Tipp: Unbedingt die Hausbank kontaktieren – falls noch nicht geschehen. Zeit für die SEPA-Umstellung SEPA kommt und geht alle Firmen an Gläubiger-Identifikationsnummer und SEPA-Mandat einholen Unternehmen, die per Lastschrift Geld einziehen, benötigen künftig eine so genannte „Gläubiger-Identifikations- nummer“ – sonst kann nicht mehr ein- gezogen werden. Diese kann online bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden. Zudem ist – gewissermaßen als Ersatz für die bisherige Einzugser- mächtigung – ein neues unterschrie- benes SEPA-Mandat jedes Zahlenden erforderlich, das Unternehmen aktiv einholen müssen. Hinzu kommt, dass spätestens 14 Tage vor Fälligkeit – au- ßer anders vereinbart – der Kunde über die Abbuchung zu informieren ist. Anpassung der Geschäfte an SEPA Die Umstellung kann nur gelingen, wenn auch der interne Zahlungsver- kehr und die Buchhaltung SEPA-fit gemacht werden. Nicht nur muss die IBAN der Geschäftspartner eingeholt werden, sondern SEPA-Mandate sind laufend zu verwalten und Kunden über Fälligkeitsdaten und Beträge im- mer wieder zu informieren. Anpas- sungen bei der IT und Software sind notwendig. Die Unternehmen sollten den erforderlichen Aufwand nicht un- terschätzen. Gerade viele kleine und mittlere Unternehmen sind von pünkt- lichen Überweisungen abhängig. IHK-SErvIcE Petra Brenner, 07121 / 201-262, brenner@reutlingen.ihk.de SEPA kommt und betrifft alle Unternehmen. Viele Firmen denken noch, es ginge sie nichts an. Foto: thomasklee – Fotolia.com

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