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WNA_10-13

Wirtschaft Neckar-Alb | Oktober 2013 21Titelthema | träger und Computer sowie Zubehör wird online umgesetzt, bei Büchern sind es sogar 40 Prozent. Bei Textili- en und Schuhen liegt der Anteil des Online-Verkaufs den Forschern zufol- ge bisher bei 14 Prozent. Ein Segment wie der Garten- und Heimwerkerbe- darf bleibt mit 97,5 Prozent bisher eine Domäne des stationären Verkaufs. Beratung vor Ort, Kaufen im Web? Mit der Kaufmöglichkeit im Internet wächst bei vielen Händlern noch ein- mal die Sorge, vom Käufer ausgenutzt zu werden. Beratung im Geschäft, aber Kaufen im Web, das ist der per- sonifizierte Alptraum eines jeden stationären Händlers. Doch ist das so? Eine Studie aus Großbritannien kommt zum Ergebnis, dass bei jedem fünften Einkauf, der im Netz getätigt wird, der Kunde vorher zur Beratung in einem Laden war. Umgekehrt zeigt eine Roland-Berger-Studie: Umsätze, die Käufer tätigen, die vorher im Web recherchiert haben, sind elfmal höher als im umgekehrten Fall. Das zeigt: Der Online-Shop ist nicht per se der Gewinner in diesem Wettbewerb. Das gute alte Schaufenster Was folgt? Der Handel muss sich auf seine Stärken besinnen und den Kun- den das bieten, was das Netz nicht leisten kann. Also, persönliche indi- viduelle Beratung, Anfassen, An- und Ausprobieren, die Möglichkeit, die ge- wünschte Ware sofort mitzunehmen, und ein Einkaufen, das Spaß macht und vielleicht sogar ein Erlebnis dar- stellt. Dazu gehört das Ladendesign mit allen Möglichkeiten, die Licht, Mu- sik oder auch Duft mittlerweile bieten, aber auch das gute alte Schaufenster. Dies ist ein oft unterschätzter Faktor. Dabei treffen Konsu- menten laut Erhebun- gen 80 Prozent der Kaufentscheidungen für Schuhe anhand der Auslagen im Schaufenster. Eigener Webshop? Bleibt die Frage: Braucht jeder Händ- ler seinen eigenen Webshop? Die Ant- wort lautet nicht in jedem Fall „ja“. Denn: Onlinehandel amortisiert sich erst nach fünf bis sechs Jahren. Die Kosten für Technik und Seite müssen eingespielt werden, die oftmals hohen Retouren gilt es zu verarbeiten – or- ganisatorisch wie mit Blick auf die Kalkulation. Ein Preiskampf mit den Anbietern im Web ist zudem in aller Regel nicht zu gewinnen. „Ein Preiskampf mit dem Web ist nicht zu gewinnen.“ IHK-SERVICE Fragen zum Thema beantwortet Karin Goldstein, Bereichs- leiterin Existenzgründung und Unternehmensförderung Telefon: 07121/201-125 E-Mail: goldstein@reutlingen.ihk.de Es gibt gangbare Lösungen. Dazu ge- hört die eigene Webseite, die mindes- tens das Produktspektrum und die Öffnungszeiten zeigt. Gut gemachte Produktempfehlungen für Kunden runden dieses Angebot ab und über- tragen das Beratungs- wissen der Händler in die Online-Welt und unterstreichen das ei- gene Know-how. Die Möglichkeit, Termine auszumachen oder Waren liefern zu lassen kann ein weiterer Schritt sein wie auch, sicher für Fortgeschrittene, Smartphone-An- wendungen mit Rabattcoupons. Händler können auch in Zeiten des Web an ihrem Erfolg arbeiten: Mit Kompetenz und Erlebnis vor Ort in ih- rem Laden und in dem sie die Vorteile der Online-Welt passend zum eigenen Geschäftsmodell für sich nutzen. Foto:3Dmask-Fotolia.com Foto:belahoche-Fotolia.com

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